Studie von Debeka und AnyCare belegt: Telefonische Betreuung bei Depression führt zu höherer Lebensqualität und geringeren Versorgungskosten


ProMed
31.05.2011
Betreuung und Vorsorge für Menschen mit Diabetes - Mit neuropad® dem diabetischen Fußsyndrom vorbeugen
Stuttgart, Mai 2011 – Bis zu zehn Prozent der Diabetiker leiden am sogenannten diabetischen Fußsyndrom: Diese Folgeerkrankung des Diabetes mellitus führt zu langwierigen, offenen Wunden an den Füßen und macht in fortgeschrittenem Stadium mitunter sogar eine Amputation notwendig. Einer frühzeitigen Diagnose kommt somit besondere Bedeutung zu. Die AnyCare GmbH bietet Krankenkassen und deren Versicherten deshalb seit Kurzem einen Test zur Früherkennung des diabetischen Fußsyndroms an. Hierbei kommt das Indikatorpflaster neuropad® zum Einsatz. Es misst die Hautfeuchtigkeit und zeigt so Frühstadien eines diabetischen Fußsyndroms an.
Der Beginn eines diabetischen Fußsyndroms zeigt sich häufig in einer verminderten Fußschweißbildung, die durch die Störung der feinen Nervenfasern hervorgerufen wird. Das am Fußballen angebrachte Testpflaster neuropad® misst innerhalb von zehn Minuten den Status der Hautfeuchtigkeit. Eine Farbveränderung des Pflasters zeigt an, ob die Hautfeuchtigkeit im normalen Bereich liegt oder ob die Haut sehr trocken ist. Eine zu trockene Haut am Fuß deutet auf erste neurologische Störungen hin.
„Mit dem neuropad®-Test und ergänzenden Beratungs- und Informationsangeboten wollen wir der Entstehung eines diabetischen Fußsyndroms frühzeitig entgegenwirken. So ersparen wir den Patienten viel Leid und dem Gesundheitssystem enorme Kosten“, sagt Dr. med. Thorsten Pilgrim, Geschäftsführer der AnyCare GmbH. Das in Stuttgart ansässige Unternehmen sorgt deshalb dafür, dass Versicherte kooperierender Krankenkassen das Testpflaster regelmäßig erhalten und anwenden.
Nach Erhalt des neuropad® werden die Programmteilnehmer von Mitarbeitern des Medizinischen ServiceCenters der AnyCare GmbH angerufen. Die medizinischen Fachkräfte klären dabei Fragen zur Anwendung oder helfen bei der Interpretation des Testergebnisses. Bei einem Ergebnis mit Verdacht auf Störung der Hautfeuchtigkeit wird dem Teilnehmer ein zeitnaher Arztbesuch zur diagnostischen Abklärung nahegelegt. Zudem erhalten Teilnehmer des Programms Informationsmaterialen mit praktischen Tipps, um die Fußgesundheit zu erhalten – beispielsweise zur richtigen Fußpflege oder zum geeigneten Schuhwerk.
Erste Auswertungen des Programms haben gezeigt, dass das neuropad® eine effektive Methode zur Früherkennung des diabetischen Fußsyndroms ist. „Bei etwa 30 Prozent der Teilnehmer lagen Anzeichen einer neuropathischen Störung vor“, berichtet Pilgrim. „Durch den Test konnten wir diese Patienten frühzeitig einer entsprechenden Behandlung zuführen.“
Das diabetische Fußsyndrom bringt nicht nur für Betroffene einen hohen Leidensdruck und eine stark eingeschränkte Lebensqualität mit sich. Aufgrund der meist lang andauernden ambulanten und stationären Therapien ist auch der Kostenfaktor für die Krankenkassen enorm: In Deutschland betragen die durch das diabetische Fußsyndrom verursachten Kosten pro Jahr rund 2,5 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die KoDIM-Studie der Universität Köln aus dem Jahr 2005, die die Gesamtkosten des Diabetes mellitus in Deutschland untersucht hat.
10.03.2011
Telefonische Betreuung von Patienten mit metabolischem Syndrom AnyCare und HUK-COBURG Krankenversicherung kooperieren
Stuttgart – Die AnyCare GmbH, Anbieter von Dienstleistungen im Gesundheitswesen, unterstützt die HUK-COBURG Krankenversicherung AG ab sofort bei der Betreuung ihrer Versicherten mit metabolischem Syndrom. Hierbei leiden die Betroffenen gleichzeitig an Übergewicht, hohen Blutfettwerten, Bluthochdruck und einer Insulinresistenz. Das für die Versicherten kostenfreie Programm „ProMed“ beinhaltet die regelmäßige telefonische Betreuung durch ausgebildetes medizinisches Fachpersonal der AnyCare GmbH. Zudem kommen Instrumente des Telemonitorings zum Einsatz.
„ProMed“ wird individuell an die Bedürfnisse jedes Versicherten angepasst. In regelmäßigen Telefongesprächen informieren Mitarbeiter des Medizinischen ServiceCenters von AnyCare die Programmteilnehmer über das Krankheitsbild und geben Tipps zu Ernährung und Bewegung. Zudem erinnern sie an Arzttermine und Medikamenteneinnahme. Möglich ist auch eine telemedizinische Überwachung: Nach jeder Blutzucker- oder Blutdruckmessung übermitteln die Versicherten ihre Werte auf elektronischem Weg an das Medizinische ServiceCenter von AnyCare. Sind die Werte zu hoch, nehmen die dort tätigen Fachkräfte Kontakt zu den Betroffenen auf und klären ab, ob der Arzt eingeschaltet werden sollte.
Ziel des Programms ist es, die Eigenverantwortung und Therapietreue der Patienten zu stärken. „Wir möchten die Betroffenen dazu motivieren, sich aktiv mit ihrer Erkrankung auseinanderzusetzen und ihr Verhalten entsprechend anzupassen“, erklärt Dr. med. Thorsten Pilgrim, Geschäftsführer der AnyCare GmbH. Nur so habe eine Therapie langfristig Aussicht auf Erfolg. Auf diese Weise ließen sich zudem Folgeerkrankungen vermeiden und die Versorgungskosten reduzieren, so Pilgrim weiter.
Die HUK-COBURG Krankenversicherung bietet ihren Versicherten das Programm „ProMed“ kostenfrei an. „Die individuelle telefonische Betreuung von Patienten mit metabolischem Syndrom ist eine sinnvolle Ergänzung zur medizinischen Behandlung. Wir freuen uns, unseren Versicherten diesen Service anbieten zu können und damit eine hohe Versorgungsqualität sicherzustellen“, sagt Dr. Hans Olav Herøy, Vorstandsmitglied der HUK-COBURG Krankenversicherung.
07.06.2010
Mehr Qualität bei weniger Kosten: Versorgungsmanagement steigert Effizienz der Krankenkassen
Stuttgart, Juni 2010 – Ein gutes Versorgungsmanagement kann die Effizienz der gesetzlichen Krankenkassen deutlich steigern. Wie eine Analyse des Gesundheitsdienstleisters AnyCare zeigt, senken Betreuungsprogramme die Ausgaben der Versicherungen und verbessern gleichzeitig die medizinische Versorgung der Patienten. Damit helfen sie den Kostenträgern, im zunehmend härteren Wettbewerb zu bestehen.
„Die einzelne Kasse wird sich in Zukunft nur noch über ein gutes Verhältnis aus Preis und Qualität abheben können“, sagt Dr. med. Thorsten Pilgrim, Geschäftsführer der AnyCare GmbH. „Ein innovatives Versorgungsmanagement maximiert die Effizienz der Krankenkassen und sichert ihnen so wertvolle Wettbewerbsvorteile.“ Die Gesundheitsreform hat den Wettbewerb unter den gesetzlichen Krankenversicherungen deutlich verschärft. Wie hoch der finanzielle Druck ist, zeigt der Umstand, dass seit Januar siebzehn Kassen von ihren Mitgliedern Zusatzbeiträge fordern.
Dass ein gutes Versorgungsmanagement Kosten sparen und gleichzeitig die Qualität der Behandlung verbessern kann, zeigen die Auswertungen des Stuttgarter Gesundheitsdienstleisters. In den vergangenen zehn Jahren hat das Unternehmen bis zu 80 000 Versicherte betreut und Unterstützung im Umgang mit der individuellen Erkrankungssituation geboten. Anhand von anonymisierten Daten von über 1.000 Patienten analysierte AnyCare nun anhand eines Vorher-Nachher-Vergleichs die Auswirkungen des Programms.
Die Datenanalysen haben gezeigt, dass durch die Versorgungsmanagement-Programme für Menschen mit körperlichen (AnyCare ProMed) und psychischen Krankheiten (AnyCare ProPerspektive) die Kosten um rund 20 Prozent gesenkt werden können. Bei AnyCare ProMed werden beispielsweise bei Ausgangskosten von 9 457 Euro voraussichtlich 1 885 Euro eingespart. Auswertungen zu AnyCare ProPerspektive ergeben eine voraussichtliche Kostenreduktion von 2 127 Euro bei Ausgangskosten von 10 692 Euro. „Jene Kassen, die ihren Versicherten ein Versorgungsmanagement anbieten, refinanzieren nicht nur dieses Programm, sondern sparen darüber hinaus noch Geld“, betont Pilgrim.
Mit Versorgungsmanagement-Programmen lassen sich jedoch nicht nur die Kosten senken. Auch die Einnahmeseite kann durch eine Versichertenbetreuung optimiert werden. Leidet ein Patient an einer der 80 Krankheiten, die durch den morbiditätsorienterten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) gedeckt werden, wie etwa Bluthochdruck oder Reflux, steht der Kasse ein Zuschlag aus dem Gesundheitsfonds zu. Wegen mangelhafter Arzt- und Medikamenten-Compliance und einer damit einhergehenden fehlenden Dokumentation entgeht jedoch den Kostenträgern oft dieses Geld, obwohl ein Patient durchaus dafür in Frage käme. „Bei einer guten Arzt- und Medikamenten-Compliance und einer daraus resultierenden besseren Dokumentation können Kassen die Zuschläge für ihre Versicherten quasi nebenher optimieren“, erläutert Pilgrim.
Von dem Versorgungsmanagement profitieren aber nicht nur die Kassen, sondern insbesondere auch die Versicherten. Eine qualifizierte Lebensqualitätsmessung bei AnyCare ProMed zeigte, dass mit fachkundiger Betreuung die Lebensqualität der Versicherten durchschnittlich um über acht Prozent steigt. Auswertungen zum psychischen Wohlbefinden bei AnyCare ProPerspektive ergaben sogar eine Verbesserung um 45 Prozent. Befragungen von Teilnehmern zufolge würden mehr als 90 Prozent der Patienten das AnyCare Programm weiterempfehlen. „Im Wettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen kann sich nur behaupten, wer es als Kostenträger schafft, die Ausgaben zu senken, die Einnahmen zu optimieren und gleichzeitig die Versicherten gut zu versorgen“, so das Fazit von Dr. med. Thorsten Pilgrim. Das gelingt mit Versorgungsmanagement.
04.12.2009
AnyCare ProMed Osteoporose: Stürze und Folgeerkrankungen
Stuttgart, Dezember 2009 – Osteoporose ist eine Volkskrankheit. Experten gehen von fast acht Millionen Betroffenen in Deutschland aus. Ergänzend zur ärztlichen Versorgung kann eine telemedizinische Betreuung Betroffenen helfen, besser mit der Krankheit umzugehen sowie Stürze und Folgeerkrankungen zu vermeiden. Die AnyCare GmbH bietet Krankenkassen und -versicherungen ab sofort ein solches telemedizinisches Betreuungsmodul für Versicherte mit Osteoporose an.
An Osteoporose, umgangssprachlich auch „Knochenschwund“ genannt, leiden vor allem ältere Menschen. Die Knochenmasse nimmt ab und das Skelett verliert an Stabilität. Dadurch steigt auch das Risiko für Knochenbrüche. Oft führen bereits geringe Belastungen oder harmlose Stürze zu Frakturen. „Betroffene sollten sich dieser Gefahren bewusst sein und ihr Verhalten entsprechend anpassen. Mit einer maßgeschneiderten telemedizinischen Betreuung möchten wir ihnen dabei helfen“, erläutert Marlene Malter-Kiesling, Ärztin im medizinischen Produktmanagement der AnyCare GmbH.
Die Betreuungsintensität von AnyCare ProMed Osteoporose richtet sich nach den Bedürfnissen der Teilnehmer. Diese werden – je nach Betreuungsgrad – unterschiedlich oft von medizinischen Fachkräften der AnyCare GmbH angerufen. Informationsblätter mit konkreten Alltags- und Bewegungstipps ergänzen die telefonische Betreuung. In den Gesprächen geht es vor allem um das Thema Sturzrisiko. Die Betreuer decken mit Hilfe eines Fragenkatalogs gemeinsam mit dem Teilnehmer mögliche Sturzfallen in dessen Umfeld auf und geben Tipps, wie sich diese umgehen lassen. Außerdem erhalten die Betroffenen nützliche Informationen über ihre Erkrankung und Hinweise zu einer angemessenen Ernährungsweise bei Osteoporose. „Ziel der Gespräche ist es, die Eigenverantwortung und Therapietreue der Teilnehmer zu stärken und Sturzrisiken zu minimieren. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Betroffenen aktiv mit ihrer Erkrankung auseinandersetzen. Dadurch lässt sich der Gesundheitszustand und die gesundheitsbezogene Lebensqualität nachhaltig verbessern oder festigen“, erklärt Malter-Kiesling. Langfristig reduzieren sich so auch die Versorgungskosten oder bleiben zumindest stabil.
14.09.2009
AnyCare ProMed Rücken: Gemeinsam gegen Rückenschmerzen
Stuttgart, August 2009 – Die AnyCare GmbH bietet ab sofort über ihre Versorgungsmanagement-Plattform ProMed gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen ein neues Betreuungsmodul für Versicherte an: AnyCare ProMed Rücken. Ziel ist es, chronischen Rückenschmerzen vorzubeugen. Denn jedem zehnten Patienten mit Rückenschmerzen droht eine Chronifizierung. Dauerschmerzen, Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung können die Folgen sein. Um dies zu verhindern muss der Teufelskreis von Schmerzen, Inaktivität und daraus resultierenden verstärkten Schmerzen durchbrochen werden. Zusätzlich zum persönlichen Leid der Betroffenen entstehen auch hohe Folgekosten: Laut statistischem Bundesamt sind das pro Jahr rund 22 Milliarden Euro. Überdies sind rund 18 Prozent der Frühverrentungen auf chronische Rückenschmerzen zurückzuführen.
„Bewegung ist bei Rückenschmerzen das A und O. Sie ist dabei Therapie und Rückfallprophylaxe zugleich. Wir wollen die Betroffenen schnell wieder in die Lage versetzen, dass sie ihre gewohnten Tätigkeiten in vollem Umfang verrichten können“, sagt Marlene Malter-Kiesling, Ärztin und Produktmanagerin ProMed Rücken bei AnyCare. Dabei gilt es vor allem, Risikofaktoren möglichst gering zu halten: Dazu gehören beispielsweise mangelnde Bewegung, einseitige Belastung, langes Sitzen oder Stehen aber auch Übergewicht und Stress. „Wir wollen unsere Teilnehmer motivieren und unterstützen, ihr Verhalten an ihre Erkrankung anzupassen. Denn für uns sind sie aktive Partner im Heilungsprozess“, so Malter-Kiesling.
In einem ersten Gespräch zwischen dem jeweils teilnehmenden Versicherten und dem medizinisch ausgebildeten Mitarbeiter des Medizinischen ServiceCenters (MSC) von AnyCare wird zunächst dessen Gesundheitszustand ermittelt. Ein Instrument ist unter anderem der sogenannte „Funktionsfragebogen Hannover Rücken“. Mit diesem kann das Risiko für die Entwicklung chronischer Rückenschmerzen festgestellt werden. Danach sind vor allem Personen gefährdet, deren Rückenschmerzen mehr als eine Woche andauern und sehr intensiv sind. Auch Schmerzen in anderen Körperregionen sind ein Indiz. Eine Rolle spielen ebenfalls psychische Faktoren wie Neigung zur Depression und Hilflosigkeit. Laut der Wissenschaftler, die den Kurzfragebogen entwickelt haben, leiden Frauen häufiger an chronischen Schmerzen als Männern.
In einem nächsten Schritt vereinbaren die Teilnehmer Ziele mit ihrem persönlichen Coach im MSC. Mögliche Zielvereinbarungen sind: mehr Bewegung im Alltag oder während der Krankheitsphase sowie eine Gewichtsreduktion oder Strategien zur Stressverarbeitung. Dabei werden das Alter, die aktuelle Lebenssituation, das Körpergewicht und der ausgeübte Beruf berücksichtigt. „Alleine ist eine Verhaltensänderung oft sehr schwierig. Deshalb hilft unser MSC den Teilnehmern unter anderem mit regelmäßigen Gesprächen und einem Zielmonitoring“, sagt Malter-Kiesling.
Partner des Stuttgarter Managed-Care-Anbieters sind neben den Kassen die behandelnden Ärzte der Teilnehmer oder Ärztenetzwerke. Neben der telefonischen Betreuung bietet das Programm Informationsmaterialien zur Erkrankung, eine Patienten-Hotline sowie die Vermittlung von Beratungsdiensten, Therapeuten, Ärzten und Selbsthilfegruppen. „Bei uns steht der Versicherte im Zentrum der Versorgung. Wir möchten ihn in die Lage versetzen, bewusst mit seiner Situation umzugehen und Manager seiner Erkrankungen zu sein. Nur so kann er seinen Gesundheitszustand verbessern oder stabilisieren“, erläutert Malter-Kiesling. Dadurch sinkt das Krankheitsrisiko der Patienten langfristig. Infolgedessen reduzieren sich auch die Versorgungskosten oder bleiben zumindest stabil.
19.05.2009
Versorgungsmanagement made by AnyCare: Durch individuelles Patientencoaching Krankheiten meistern
Stuttgart – Die AnyCare GmbH bietet ab sofort über ihre Versorgungsmanagement-Plattform ProMed gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen sowie deren Versicherten personenzentrierte Betreuungsmodule an. Betreuung und Coaching erfolgen nicht, wie bisher oft üblich, isoliert für einzelne Krankheiten wie in Disease-Management-Programmen, sondern modular und flexibel: Denn Patienten, die beispielsweise an einem hohen Blutdruck und einer Herzschwäche leiden, haben nicht immer die gleichen Bedürfnisse. Das Alter, die aktuelle Lebenssituation, das Körpergewicht oder der ausgeübte Beruf beeinflussen oft maßgeblich den Umgang mit Erkrankungen und so auch ihren Verlauf. Je komplexer die Krankheitssituation ist, desto wichtiger ist es auch, die Teilnehmer individuell zu betreuen. Denn was nutzt es dem Betroffenen, wenn er Medikamente gegen seine Herzschwäche einnimmt, der hierfür oft verantwortliche Auslöser Bluthochdruck aber unbehandelt bleibt?
„Gerade die Betreuung von schwer und chronisch Kranken erfordert eine differenzierte und individualisierte Vorgehensweise und macht ein bedarfsorientiertes Versorgungskonzept notwendig. Wir betrachten unsere Teilnehmer deshalb auf der sogenannten Einzelfallebene. Die für sie notwendigen Gesundheits- und Betreuungsmodule werden passend zur jeweiligen Situation ausgewählt. Denn uns geht es um mehr als das reine Managen von Versorgung“, sagt Dr. med. Thorsten Pilgrim, Geschäftsführer der AnyCare GmbH, Stuttgart. Die Versorgungsmanagement-Plattform ProMed ist dabei Ausgangsbasis und Steuerungselement zugleich: In einem ersten Gespräch zwischen dem jeweils teilnehmenden Versicherten und dem medizinisch ausgebildeten Mitarbeiter des Medizinischen ServiceCenters von AnyCare wird zunächst dessen Gesundheitszustand ermittelt. Ein Großteil der Teilnehmer leidet an mehreren, oft chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Rückenschmerzen, Depression oder Bluthochdruck. Für sie wird ein Betreuungs- und Coachingpaket zusammengestellt und eingeleitet, das zu ihrer Situation passt. Es setzt sich je nach Erkrankungssituation aus verschiedenen Versorgungsmanagement- und Betreuungsmodulen zusammen.
Partner des Stuttgarter Managed-Care-Anbieters sind neben den Kassen die behandelnden Ärzte der Teilnehmer oder Ärztenetzwerke. Die Versichertenbetreuung findet telefonisch oder vor Ort statt – je nach Bedarf. Besonders geeignete Teilnehmer, zum Beispiel mit einer Herzinsuffizienz, können zudem auch telemedizinisch begleitet werden. Ergänzt wird die persönliche Betreuung durch Informationen über die einzelnen Krankheitsbilder und deren Auswirkungen auf den Körper. Dabei kommen Informationsblätter, Mailings, ein Gesundheitstagebuch und andere Medien zum Einsatz. „Bei uns steht der Versicherte im Zentrum der Versorgung. Wir möchten ihn in die Lage versetzen, bewusst mit seiner Situation umzugehen und sein Verhalten an seine Erkrankungen anzupassen. Nur so kann er seinen Gesundheitszustand verbessern oder stabilisieren“, erläutert Pilgrim. Dadurch sinkt das Krankheitsrisiko der Patienten langfristig. Infolgedessen reduzieren sich auch die Versorgungskosten oder bleiben zumindest stabil.